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07.04.2015

Sprachtherapie steigert Beratungskompetenz

Dipl.-Päd. Bettina Johnen schließt Weiterbildung zur Systemischen Beraterin erfolgreich ab
 
Im Namen der Krankenhausbetriebsleitung haben Geschäftsführer Dipl.-Oec. Frank Schmidt und der Ärztliche Direktor Dr. Manfred Gogol der Sprachtherapeutin Dipl.-Päd. Bettina Johnen zur bestandenen Hochschulweiterbildung zur Systemischen Beraterin gratuliert. Ein Jahr lang hat Bettina Johnen insgesamt 218 Stunden Zeit und viele Wochenenden in die Weiterbildung investiert. Neben einem Kolloquium musste Bettina Johnen auch eine wissenschaftliche Arbeit einreichen und hat dafür das Thema "Möglichkeiten von systemischer Beratung im sprachtherapeutischen Kontext mit von Aphasie betroffenen Menschen und ihren Angehörigen" gewählt.

Eine neurologische Erkrankung kann weitreichende Konsequenzen auf die Lebensqualität und die weitere Lebensplanung der Betroffenen und ihr gesamtes soziales Umfeld mit sich bringen. Viele Patienten und Angehörige werden durch ein Ereignis wie einem Schlaganfall plötzlich vor eine Situation gestellt, mit der sie womöglich überfordert sind. Insbesondere im Rehabilitationsprozess sind die psychosozialen Bedingungen eines Menschen für die Genesung von zentraler Bedeutung. 

Die Systemische Beratung richtet sich an Personen, die in Problemsituationen nach handlungs- und alltagsbewältigenden Lösungen suchen. Sie kann sich auf einzelne oder mehrere Mitglieder des familiären bzw. sozialen Umfelds erstrecken. Man versucht im Gespräch die Wahrnehmung der Situation bei den Betroffenen zu erweitern.

Aus Erfahrung weiß Johnen, dass die Betroffenen oft das Problem fixieren und sich nur schwer auf den Reha-Aufenthalt konzentrieren können. Die Angehörigen verlangen nach mehr Therapie, doch die Gedanken des Patienten kreisen nur um das vorliegende Problem. Der Therapieerfolg bleibt minimal oder sogar aus. Genau hier setzt Bettina Johnen mit ihren neu erworbenen Kenntnissen an. Bettina Johnen weiß: "Manchmal helfen schon verständnisvolle Gespräche mit den Patienten und Angehörigen, um Möglichkeiten aufzuzeigen, wie es weitergehen kann. Man muss das Problem wertschätzen, Ängste nehmen und die beste Lösung für alle Betroffenen finden." Ziel der lösungsorientierten Gespräche ist, Gestaltungsmöglichkeiten bewusster wahrzunehmen und das Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit zu erweitern. Jeder Mensch verfügt über vielfältige Kompetenzen und Ressourcen, um damit nicht nur die Herausforderungen des Lebens zu bewältigen, sondern auch einen sinnerfüllten Lebensentwurf zu realisieren.

"Diese Weiterbildung ermöglicht mir einen sicheren Umgang mit den Betroffenen und ihren Angehörigen. Es hat viel Zeit in Anspruch genommen, aber auch sehr viel Spaß gemacht", erzählt Johnen. "Es ist nicht nur eine Technik, die man lernt, man eignet sich auch eine andere Haltung an. Es ist eine sehr wertschätzende Arbeit", ergänzt Johnen.






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