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27.10.2015

Neurologie-Chefarzt Prof. Dr. med. Dr. phil. Stefan Evers hält Fachvortrag über die Gabe von Botulinumtoxin bei Kontinenzproblemen

Teilnehmer erhalten Informationen zum Krankenhaus Lindenbrunn und nehmen an einer Führung teil
 
21 Teilnehmer aus Krankenhäusern der Umgebung informieren sich am 22. Oktober 2015 über die Behandlungsschwerpunkte im Krankenhaus Lindenbrunn. Hierbei wurden den Kontinenzberatern die Therapiemöglichkeiten mit Botolinumtoxin bei Blasen- und Analstörungen in einem Fachvortrag von Prof. Dr. med. Dr. phil. Stefan Evers vorgestellt. Prof. Evers erklärt zunächst  anhand eines kurzen Lehrfilms die Wirkweise des Botulinumtoxins.

Zugelassen sei das Spritzen von Botulinumtoxin beispielsweise bei zwanghaftem Augenkneifen, übermäßigem Schwitzen, chronischer Migräne oder bei einer überaktiven Blase. Bei generalisierten Spastiken, Sprechstörungen wie Dysphonie oder erhöhte Speichelproduktion liegt derzeit noch keine Zulassung vor. Weitere mögliche zukünftige Anwendungsbereiche sind möglicherweise Depressionen, Haarausfall oder sogar epileptische Anfälle. Hierzu werden momentan Forschungen betrieben.

"Die Injektion in die Blase wird ausschließlich durch den Urologen vorgenommen", erklärt Prof. Dr. Dr. Evers. Alle anderen Indikationen, außer der urologischen, kann er in seiner Ambulanz-Sprechstunde anbieten. Die Wirkung tritt nach der Gabe von Botulinumtoxin nach zwei Wochen auf und muss alle neun Monate wiederholt werden. Auch bei Analfissuren kann mit Botulinumtoxin eine zusätzliche Therapiemöglichkeit angeboten werden. Die Injektion erfolgt in den inneren Sphincter-Muskel. So wird der Tonus reduziert und die Fissur kann abheilen.

Im Anschluss an den Vortag und die Fragerunde führt Friedhelm Albrecht, Pflegedirektor und Prokurist, die Teilnehmer durch das Krankenhaus.





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