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04.03.2016

Kreisseniorenrat tagt im Krankenhaus Lindenbrunn

Mitglieder wollen mehr über die Parkinson-Erkrankung erfahren
 
Wenn der Kreisseniorenrat des Landkreises Hameln-Pyrmont tagt, dann jedes Mal an einem anderen Ort. Am 02. März hat der Kreisseniorenrat seine Sitzung in die Räumlichkeiten des Krankenhauses Lindenbrunn verlegt. Horst Dieter Bieri, Vorsitzender des Kreisseniorenrates, und Horst Wollenberg, Vorsitzender des Senioren- und Behindertenbeirates Coppenbrügge, bedanken sich herzlich für diese Möglichkeit. Bevor die aktuellen Themen besprochen werden, wollen die Mitglieder mehr über das Krankenhaus wissen, im Speziellen über einen der Behandlungsschwerpunkte. Die Parkinson-Erkrankung steht im Fokus des Interesses.

Nach einer kurzen Einführung zum Haus selbst durch Pflegedirektor und Prokurist Friedhelm Albrecht erklärt Prof. Winkler anschaulich, an welchen Symptomen man eine Parkinson-Erkrankung erkennen kann und wo die Ursache der Erkrankung liegt. Prof. Winkler betont, dass jede Erkrankung individuell sei und es eines ausführlichen Gesprächs und einer ausführlichen ärztlichen Untersuchung bedarf, um eine Diagnose stellen zu können. Neben den sichtbaren, motorischen Beschwerden wie dem Zittern in Ruhe (Ruhetremor) oder einer Verlangsamung von Bewegungen, gibt es auch eine Vielzahl an nicht-motorischen Beschwerden wie z. B. eine Riechstörung, eine Depression oder spezielle Formen von Schlafstörungen. Diese nicht-motorischen Beschwerden werden nicht selten vor Auftreten der Bewegungsstörungen sichtbar und können somit den Beginn der Erkrankung ankündigen. Prof. Winkler betont, bei Erkennen von Veränderungen sollte eine ambulante oder stationäre Abklärung erfolgen,  keinesfalls sollte dies "auf die lange Bank geschoben werden". Patienten, die bereits medikamentös eingestellt sind und Therapien erhalten, mit dem Fortgang der Erkrankung jedoch sichtbar schlechter bewegungsfähig sind, haben die Möglichkeit, sich für eine Parkinsonkomplexbehandlung für die Dauer von ca. drei Wochen in eine Klinik einweisen zu lassen. Während des stationären Aufenthaltes erfolge dann auch eine Neu-Einstellung der Medikamente. Manchmal müsse man Medikamente auch ausprobieren. Ambulant sei dies nicht immer möglich, da Medikamente, welche dem einen Patienten helfen, bei einem anderen Patienten Nebenwirkungen hervorrufen können. Während des Aufenthaltes werden die Patienten im Lindenbrunn von sogenannten Parkinson-Krankenschwestern (Parkinson-Nurse) mitbetreut, die auf die speziellen Bedürfnisse von Parkinson-Patienten eingestellt sind.

Der Besuch schließt mit einer Führung durch den Lindenbrunn ab.





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