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21.10.2004

Behindertenbeauftragter des Landes Niedersachsen besuchte Lindenbrunn

Fimke überzeugt wsich von neugeschaffenem Angebot ambulanter Sprachtherapie
 
Anlässlich der Eröffnung des Aphasie Regionalzentrums Lindenbrunn, folgte der Landesbehindertenbeauftragte Karl Finke einer Einladung der Abteilung Sprachtherapie. Da Finke aufgrund seines engen Terminkalenders an der Eröffnungsveranstaltung nicht teilnehmen konnte, wollte er sich auf diesem Weg einen persönlichen Eindruck über das neue Beratungs- und Therapieangebot für Menschen mit erworbenen Sprachstörungen verschaffen.

In einer Gesprächsrunde mit Chefarzt Prof. Dr. Hofferberth, Verwaltungsdirektor Hr. Schmidt und Pflegedienstdirektor Hr. Albrecht sowie dem Vorsitzenden des Betriebsrates Hr. Nitschke und dem Abteilungsleiter der Sprachtherapie Hr. Rokitta, erfragte Finke den Verlauf stationärer Rehabilitationswege und die Möglichkeiten der ambulanter Weiterversorgung im Krankenhaus Lindenbrunn. Neben dem neugeschaffenen Angebot ambulanter Sprachtherapie, hält das Lindenbrunn ebenfalls ambulante Behandlungsangebote im Bereich der Ergotherapie, Physiotherapie und Neuropsychologie vor.

Auf einem Rundgang durch das Krankenhaus, überzeugte sich der seit seinem 21. Lebensjahr erblindete Diplom-Pädagoge Finke von den therapeutischen Angeboten und der barrierefreien Ausstattung des Lindenbrunn: Elektrisch verstellbare Pflegebetten in jedem Patientenzimmer, Bewegungsmelder für die Lichtschaltung im Nasszellenbereich, Türschießhilfen für Rollstuhlfahrer und Druckpunkte im Fußboden zum Öffnen der Türen, bilden die Grundlage für größtmöglichste Bewegungsfreiheit der Patienten während ihrer Behandlung. "Die Selbständigkeit im Tagesablauf und während der Therapieangebote zu erhalten, ist oberstes Ziel der Rehabilitationsbehandlung", so Pflegedienstdirektor Friedhelm Albrecht. Dazu gehöre nicht nur die Ausstattung auf den Stationen und in den Patientenzimmern, sondern beispielsweise auch das Bereitstellen von Rollstühlen und Rollatoren für bewegungseingeschränkte Patienten, Sturzsperren im Treppenhaus und das Servicepersonal im Speisesaal, das den Patienten während der Mahlzeiten gern behilflich ist.

Besonders erfreut zeigte sich Finke über die hohe Beschäftigungsquote von Schwerbehinderten im Haus Lindenbrunn. Im Jahr 2003 lag die Quote bei 10,62% aller Mitarbeiter, verlangt werden vom Gesetzgeber lediglich 5%! Am Ende seines Besuches wünschte der Behindertenbeauftragte den Mitarbeitern des neugegründeten Aphasie Regionalzentrums viel Erfolg bei ihrer Tätigkeit. "Die Einrichtung dieser Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige der Region Südniedersachsen, ist beispielhaft für die Zusammenarbeit von regionalen Gesundheitsversorgern und Selbsthilfeverbänden."

Das Auftreten einer Aphasie beeinträchtigt nicht nur die sprachliche Kompetenz der Erkrankten. Sie stört vor allem die Kommunikation zwischen den Betroffen und ihren Angehörigen, so dass neben der Therapie dem Verständnis für die speziellen Probleme der Aphasiker besondere Wichtigkeit zukommt.






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