Suche


<
117 / 166
>

 
16.10.2008

"Wir können nur verlieren, was wir aufgeben!"

Aphasiker aus ganz Niedersachsen treffen sich im Lindenbrunn
 
Sprachlosigkeit nach einem plötzlichen Ereignis in der Hirndurchblutung - Aphasie. Diese neue Situation zu bewältigen fällt vielen Menschen anfangs sehr schwer. Doch es gibt für diese Betroffenen ein gut ausgebautes und fachlich hoch qualifiziert betreutes Netz von Selbsthilfegruppen. Einige davon befinden sich auch in rund um das Krankenhaus Lindenbrunn, um wohnortnah Hilfe anzubieten.

Das Krankenhaus Lindenbrunn betreut mit seinem bereits seit langem etablierten Aphasiezentrum vier Selbsthilfegruppen in der Region: Coppenbrügge - Hameln - Hannover - Hildesheim. Auf Einladung des Krankenhauses Lindenbrunn hat sich nun der niedersächsische Landesverband der Aphasiker zu seiner jährlichen Mitgliederversammlung in Coppenbrügge getroffen um aktuelle Entwicklungen der Therapie und Rehabilitation, aber auch die Finanzierung von Gruppen und Projekten zu besprechen.

Das Krankheitsbild Aphasie bezeichnet im engeren Sinne eine durch Hirnverletzung hervorgerufene Störung der Sprache oder des Sprechens, die häufig in Folge von Schlaganfällen oder Hirnblutungen auftritt. Aphasie ist somit nicht selten und vor allem mit gravierenden Folgen auf die Lebensumstände der Betroffenen behaftet. Die Aufgaben der Selbsthilfe gewinnen im sich verändernden Gesundheitssystem immer mehr an Gewicht. Nach der stationären Krankenhausbehandlung wird die medizinische und therapeutische Betreuung häufig fortgesetzt, doch immer mehr Menschen haben keine ausreichenden Ansprechpartner wenn es um die "kleinen Probleme" des Alltags geht. "An dieser Stelle kann der Erfahrungsaustausch von Mensch zu Mensch Gold wert sein", so Hendrik Dreißig Leiter des Aphasie-Regionalzentrums Lindenbrunn. "Als wichtiger Gesundheitsanbieter der Region ist sich das Krankenhaus Lindenbrunn seiner Verantwortung bewusst Angebote zur Selbsthilfe zu unterstützen und zu fördern. Schließlich steht im Mittelpunkt des oftmals langwierigen Rehabilitationsprozesses das Motto vieler Betroffener: "Wir können nur verlieren, was wir aufgeben!" Dies gilt insbesondere für Menschen mit Kommunikationsstörungen nach neurologischen Erkrankungen."

Gut 35 Vertreter aus den 19 Selbsthilfegruppen Niedersachsen sind der Einladung des Landesvorsitzenden Werner Haufe gefolgt und konnten sich im Krankenhaus Lindenbrunn ein Bild von den modernen Möglichkeiten der Rehabilitation machen. Beeindruckt waren die Gäste auch vom neuen Speisesaal, in welchem geschultes Personal auch unter dem Aspekt der Sprachstörung die Wünsche der Gäste und Patienten aufnehmen kann.

Hendrik Dreißig war erfreut darüber, dass sich zwei Mitglieder der vom Krankenhaus Lindenbrunn betreuten Selbsthilfegruppen für die Vorstandsarbeit bereit fanden. So wurde als 2. Vorsitzende Heike Wichmann gewählt und als Regionalgruppenbeauftragter Friedrich Evers, dessen vorrangige Aufgabe es ist es die Selbsthilfegruppen in Niedersachsen regelmäßig zu besuchen und als Schnittstelle zwischen dem Vorstand des Landesverbandes und den einzelnen Gruppen zu fungieren.

Informationen zur Selbsthilfe der Aphasiker erhalten Sie im Aphasie Regionalzentrum Lindenbrunn Tel. 05156 / 782-380.












Impressum  |  Datenschutzerklärung  |  Sitemap