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Das Schlaflabor


Der gestörte Schlaf:

Oberarzt Dr. med. Ralph Thinius
Untersuchung im Schlaflabor

Statistisch gesehen (ver)schläft der Mensch rund 24 Jahre seines Lebens. Der Schlaf beherrscht wie kaum eine andere Funktion unser Leben. Störungen des Schlafes und vor allem der Schlafqualität über einen längeren Zeitraum hinweg führen durch die fehlende Erholung zu vielfältigen Beschwerden. Obwohl der Schlaf einen bedeutenden Platz in unserem Leben einnimmt, ist unser Wissen über das Phänomen „Schlaf“ noch sehr lückenhaft. Das Gleiche gilt auch für die Mehrzahl der neuroanatomischen, physiologischen und biochemischen Hintergründe von Schlaf und Schlafstörungen.



Die Schlafstörungen (Dyssomnien) werden unterteilt in Störungen mit mangelhaftem oder ungenügend erholsamen Schlaf (Insomnie). Kennzeichen sind hier Ein- und Durchschlafschwierigkeiten mit häufigem Erwachen. Meist findet sich eine Verkürzung der Gesamtschlafdauer. Wenn trotz ausreichendem Nachtschlaf Patienten unter einer gesteigerten Tagesmüdigkeit mit Einschlaftendenzen leiden, so spricht man von Hypersomnie. Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus liegen dann vor, wenn die persönliche Schlaf-Wach-Zeit nicht mit den sozialen Zeitgebern übereinstimmt. Es kommt zur Übermüdung mit einem erhöhten Unfallrisiko in den Wachphasen sowie Einschlafschwierigkeiten in den Schlafphasen. Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus finden sich vor allem bei Schicht- und Nachtarbeit.




Diagnose und Therapie:

Vorübergehende Schlafstörungen (Dauer bis zu vier Wochen) können zwar für den Betroffenen selbst sehr unangenehm sein, haben jedoch häufig keine gesundheitsschädlichen Auswirkungen.



Man spricht von chronischen Schlafstörungen (Dauer länger als vier Wochen), wenn trotz Wegfall der ursprünglichen Störfaktoren die Schlafstörungen fortdauern.



Dr.med. Ralph Thinius
Facharzt für Schlafmedizin
Dr. med. Thinius

Chronische Schlafstörungen werden im Schlaflabor untersucht. Vor einer Untersuchung im Schlaflabor findet in der Regel nach Überweisung durch den Hausarzt eine Untersuchung in unserer ambulanten Sprechstunde für Schlafstörungen (Anmeldung: Frau Hupel, Tel. 05156 / 782 292) statt. Die Untersuchung im Schlaflabor, die stationär durchgeführt wird, soll u.a. darüber eine Aussage ermöglichen, ob der Patient überhaupt richtig schläft, ob die einzelnen Schlafphasen erreicht werden und ob durch Atemstörungen oder unwillkürliche Beinbewegungen der Schlaf gestört wird.



Während des Schlafes ist der zu Untersuchende mit Hilfe von Messfühlern (Elektroden) an verschiedene elektronische Geräte angeschlossen. Dabei werden u.a. die folgenden Messungen vorgenommen: Hirnstrommessung mit Elektroden auf der Kopfhaut, Augenbewegungsmessungen mit Elektroden neben den Augen,  Atemfluß mit einem Atemfühler an der Nase und dem Mund, Muskelbewegungen mit Elektroden an dem Kinn und an den Unterschenkeln, Atembewegungen mit Dehnungsmeßstreifen um Brust und Bauch und Blutsauerstoffsättigung mit der Sauerstoffelektrode an einem Finger.



Die Elektroden werden abends gegen 19 Uhr mit einem speziellen, unbedenklichen Kleber am Patienten befestigt und am Morgen wieder abgelöst. Das Anlegen ist schmerzlos und der Patient ist nur leicht in seiner Beweglichkeit eingeschränkt. Für alle Fälle ist eine ausgebildete Nachtwache in der Nähe. Die vielfältigen Meßergebnisse der Schlafuntersuchung führen zur Diagnose und haben dann natürlich unterschiedliche Behandlungsansätze zur Folge. In der Regel dauert die Untersuchung im Schlaflabor mehrere Tage.



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Zuständiger Chefarzt: Prof. Dr. med. Dr. phil. Stefan Evers
Telefon: 05156 / 782 291, Fax: 05156 / 782 288
E-mail: evers@krankenhaus-lindenbrunn.de

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